KULTURATIONOnline Journal für Kultur, Wissenschaft und Politik
Nr. 22 • 2019 • Jg. 42 [17] • ISSN 1610-8329
Herausgeberin: Kulturinitiative 89
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VeranstaltungKulturation 
21.Februar 2017
Kulturdebatte im Salon

Wolfgang Kil
"Komm! ins Offene, Freund!"
Überlegungen zu neuer Landkultur
Zwei Drittel von Deutschlands Flächen gelten offiziell als ländlicher Raum. So heißen bei PoIitikern und Planern jene Gegenden, die von der Dynamik der Ballungsräume mehr oder weniger abgekoppelt sind. Im pauschalen Urteil gelten sie als strukturschwach und peripher, im schlimmsten Fall droht ihnen sogar Entleerung. Doch hat man sich erst einmal von der tief eingewurzelten Idee gelöst, „dat platte Land“ sei lediglich Hort bornierter Rückschrittlichkeit und deshalb zu immerwährenden Aufholprozessen verurteilt – dann kommen plötzlich überraschende Gestaltungsspielräume ans Licht.
Dann ließen solche Räume sich ganz rasch auch als „Neuland“ beschreiben, als „Chancenland“ oder „Reich individueller Entfaltung“. Haben ländliche Regionen also eine eigenständige Zukunft? Die Antwort lautet: Ja - solange sie ihr Anderssein gegenüber der Stadt behaupten. Und auf deutlich eigene Lebensqualitäten setzen.

Wolfgang Kil (*1948) ist Architekt, Architekturkritiker und Publizist. Themen: Umgang mit DDR-Architektur, Wandel in Regionen unter Transformationsstress, Erinnerungskulturen Osteuropas.

Moderation: Dietrich Mühlberg

Achtung: Dienstag! 21. Februar 2017, 19:30
Berlin, Salon Rohnstock, Schönhauser Allee 12
Eingang von der Saarbrücker Straße, Treppe oder Lift in die erste Etage


KulturInitiative'89
in Zusammenarbeit mit "Helle Panke",
unterstützt durch "Rohnstock Biografien"