KULTURATIONOnline Journal für Kultur, Wissenschaft und Politik
Nr. 22 • 2019 • Jg. 42 [17] • ISSN 1610-8329
Herausgeberin: Kulturinitiative 89
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24. September 2014
Kulturdebatte im Salon

Bernd Lindner
Reporter mit der Kamera
Illustrierten-Fotografie der DDR zwischen Bild und Ideologie
Die Pressefotografie in der SBZ und DDR hat nicht nur propagandistische Bilder hervorgebracht. Gerade in den Nachkriegsjahren prägten die Fotografen mit realistischen Bildreportagen aus Gesellschaft und Alltag nachhaltig das Gesicht der Illustrierten. Texte waren eher marginal. In den 1950er und 1960er Jahren drehte sich das Verhältnis dann um. Die Fotografen sollten lediglich die im Text bejubelten „Erfolge beim Aufbau des Sozialismus“ bebildern. Erst nach 1970 konnte die Fotografie dann - Schritt für Schritt - ihren angestammten Platz in den illustrierten Wochenblättern der DDR zurückerobern. Selbstbestimmt war sie jedoch nie.

Der Vortrag dokumentiert diese Entwicklung anhand zahlreicher Beispiele aus der NBI. Die beliebte „Neue Berliner Illustrierten“ erschien von 1945 bis 1991 wöchentlich in einer Auflage von bis zu 726.000 Exemplaren.

Prof. Dr. Berd Lindner (1952) ist Kultursoziologe und Historiker, Ausstellungskurator am Zeitgeschichtlichen Forum Leipzig, Lehre an der Uni Karlsruhe.
Moderation: Dietrich Mühlberg

Mittwoch 24. September 2014, 19:30
Berlin, Salon Rohnstock, Schönhauser Allee 12
Eingang von der Saarbrücker Straße, Treppe oder Lift in die erste Etage