| Veranstaltung | Kulturation | | 22. Mai 2013 | Kulturdebatte im Salon / Bausteine ostdeutscher Kulturgeschichte
Gerd Dietrich Breitenkultur versus Massenkultur -
eine gescheiterte kulturpolitische Strategie
in der SBZ/DDR (1947/48 bis 1957/58)
| Das Konzept der Breitenkultur wurde als geistig-kultureller Aufstieg der Werktätigen verstanden. Offensichtlich glaubten einflussreiche Kulturpolitiker durch Rückbesinnung auf volkstümliche Traditionen, durch Belebung von Volkschor, Volkstanz, Volkskunst und Volkssport das Vordringen der westlichen Massenkultur verhindern zu können. Mit einer Volkskulturorganisation (Volksbühne), der Übernahme der Volkskunstgruppen durch die Massenorganisationen, mit betrieblicher Kulturarbeit sowie zahlreichen staatlichen Einrichtungen sollte diese Breitenkultur durchgesetzt werden. Erst nach dem 17. Juni 1953 reifte die Erkenntnis, dass mit traditioneller Volkskunst die Unterhaltungsbedürfnisse des modernen Menschen nicht befriedigt werden können.
Prof. Dr. Gerd Dietrich (Jg. 1945) ist Zeithistoriker und war apl. Prof. am Institut für Geschichtswissenschaften der Humboldt-Universität zu Berlin
Moderation: Dietrich Mühlberg
Mittwoch 22. Mai 2013, 19:30
Berlin, Salon Rohnstock, Schönhauser Allee 12
Eingang von der Saarbrücker Straße, Treppe oder Lift in die erste Etage
KulturInitiative'89
in Zusammenarbeit mit "Helle Panke",
unterstützt durch "Rohnstock Biografien"
|
| |