KULTURATIONOnline Journal für Kultur, Wissenschaft und Politik
Nr. 23 • 2020 • Jg. 43 [18] • ISSN 1610-8329
Herausgeberin: Kulturinitiative 89
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RezensionKulturation 1/2005
über hrsg. von Peer Pasternack, Jens Hüttmann, Ulrich Mählert und anderen:
Drei Texte zur DDR Geschichte u. ihrer Vermittlung
Gerd Dietrich

Von der „untoten“ DDR - Lehre und Vermittlung der DDR-Geschichte an den deutschen Hochschulen
Betrachtet werden folgende Publikationen:

Peer Pasternack: Gelehrte DDR. Die DDR als Gegenstand der Lehre an deutschen Universitäten 1990-2000 (HoF-Arbeitsberichte 5/2001). Unter Mitarbeit von Anne Glück, Jens Hüttmann, Dirk Lewin, Simone Schmid und Katja Schulze. Hrsg. von HoF Wittenberg - Institut für Hochschulforschung an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Wittenberg 2001, 131 S., 5 Euro.

Jens Hüttmann: Die „Gelehrte DDR“ und ihre Akteure. Inhalte, Motivationen, Strategien: Die DDR als Gegenstand von Lehre und Forschung an deutschen Universitäten. Unter Mitarbeit von Peer Pasternack (HoF-Arbeitsberichte 4/2002). Hrsg. durch HoF Wittenberg - Institut für Hochschulforschung an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Wittenberg 2004, 100 S., 5 Euro.

Jens Hüttmann / Ulrich Mählert / Peer Pasternack (Hg.): DDR – Geschichte vermitteln. Ansätze und Erfahrungen in Unterricht, Hochschullehre und politischer Bildung. Hrsg. im Auftrag von HoF Wittenberg - Institut für Hochschulforschung und Stiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, Berlin (Metropol Verlag) 2004, 320 S., 21 Euro.



Bald würde es die DDR nicht mehr gegeben haben, jedenfalls nicht in den Lehrprogrammen der deutschen Hochschulen. Ein Jahrzehnt nach dem Ende besagten Staatsgebildes feierte es zwar auf den Leinwänden der Cinemax und Cinestar und Cinema, oder wie es einmal „kulturvoll“ hieß, der „Lichtspieltheater“, fröhliche Auferstehung oder besser heitere Abschiede, in der akademischen Lehre jedoch schwand das Thema DDR dahin. Diesen Tatbestand hatte eine detaillierte und aufsehenerregende Studie des Instituts für Hochschulforschung an der Martin-Luther-Universität 2001 zu Tage gefördert.

Methodisch wurden in dieser Studie drei Wege beschritten. Erstens wurde in einer Tiefenprüfung das Lehrangebot von zwölf exemplarisch ausgewählten Universitäten von 1990 an ausgewertet. Diese waren die drei Berliner Universitäten, drei ostdeutsche (Greifswald, Halle-Wittenberg und Leipzig) sowie sechs westdeutsche (Freiburg, Hamburg, Kiel, Mannheim, Wuppertal und Würzburg). Zweitens wurde eine Totalerhebung aus den Vorlesungsverzeichnissen sämtlicher 88 deutscher Hochschulen für je ein Semester aus dem Jahr 2000 und 2001 gemacht. Drittens wurden mit einem Kurzfragebogen weitere relevante Lehrveranstaltungen erfasst. Die Tiefenprüfung zielte auf eine Rekonstruktion der Themenkarriere der DDR-Geschichte in den akademischen Lehrprogrammen, während die Totalerhebung eine Erfassung der damaligen Situation anstrebte und nach der Rolle der DDR in den Lehrprogrammen fragte. Die Ergebnisse waren ernüchternd.

1.
Dabei klang zunächst gut, dass an 88 deutschen Universitäten im Laufe von 23 Semestern zirka 3.700 auf Ostdeutschland bezogene Lehrveranstaltungen stattfanden. Das ergab 1,8 Vorlesungen oder Seminare pro Hochschule und Semester. Allerdings nahm ein Jahrzehnt nach dem Ende der DDR das Interesse an ihr und den ostdeutschen Entwicklungen in der Lehre kontinuierlich ab. Nach einer Aufwärtsbewegung vom Anfang bis zur Mitte der 90er Jahre folgte eine ebenso deutliche Abwärtsbewegung in der zweiten Hälfte der 90er Jahre. Im Jahr 2001 war wieder der vergleichsweise niedrige Stand von 1990 erreicht.

2.
Bereits 2000/2001 hatte eine deutliche Mehrheit von 62 % der deutschen Universitäten keine explizit auf Ostdeutschland bezogene Lehrveranstaltung mehr im Programm. In vier Bundesländern ließen sich 2000/2001 landesweit keine Lehrveranstaltungen zum Thema ermitteln: Brandenburg, Bremen, Saarland und Schleswig-Holstein. Dagegen fanden 50 % aller Lehrveranstaltungen in den ostdeutschen Bundesländern und Berlin statt (bei 21 % Anteil an der gesamtdeutschen Bevölkerung und 19 % Anteil an den Studenten der Universitäten).

3.
Thematisch war das Verhältnis zwischen historischen und gegenwartsbezogenen Veranstaltungen ausgeglichen: In zwei Drittel aller Lehrveranstaltungen war die DDR historischer Gegenstand. In einem Drittel ging es um Analysen des Transformationsgeschehens. Vorrang nach den einzelnen Phasen der Geschichte hatten die Jahre seit 1989, gefolgt von den Jahren 1945-1949. Die wenigste Beachtung fanden die 70er und 80er Jahre.

4.
Nach den Inhalten rangierten Lehrveranstaltungen zum ostdeutschen Kulturleben und der DDR-Kulturpolitik (24 %) sowie Themen des politischen Systems (22 %) an der Spitze. Ihnen folgten alltags- und sozialgeschichtliche Themen (15 %), Bildungsgeschichte und -politik (10 %) sowie Wissenschaftsgeschichte und -politik (6 %). Ausgesprochen gering waren Themen zu Opposition und Widerstand, Religion und Kirche, Ideologie und Antifaschismus, Sozial- und Gesundheitspolitik, Sport und Freizeit, Landleben und Ökologie vertreten.

5.
Die vergleichende Betrachtung der DDR bzw. Ostdeutschlands mit anderen Ländern bzw. Systemen kam deutlich häufiger in der Lehre als in der Forschung vor. 43 % der Lehrveranstaltungen ordneten die DDR in die gesamtdeutsche Nachkriegsentwicklung ein. 12,5 % hoben auf den Vergleich DDR - Bundesrepublik bzw. ostdeutsche - westdeutsche Bundesländer ab. Nur 1,7 % widmeten sich dem Vergleich zwischen DDR und Nationalsozialismus, noch weniger dem zwischen der DDR und den anderen sozialistischen Staaten (0,5 %).

6.
Aufgeschlüsselt nach der Fächerpräsenz ergaben sich folgende Daten: 30 % aller Vorlesungen und Seminare stellten Politikwissenschaft und Soziologie. Die Geschichtswissenschaft erreichte nur einen Anteil von 25 %, Germanistik und Erziehungswissenschaften kamen noch auf 19 bzw. 10 %. Wirtschafts- und Rechtswissenschaft und Philosophie waren nur schwach vertreten und 2000/01 bereits ohne Angebot zum Thema.

Die Studie dokumentiert ihre Ergebnisse überzeugend und übersichtlich. Akribische Berechnungen, aussagefähige Grafiken und umfangreiche Zusammenstellungen ermöglichen dem Leser den Nachvollzug der Erhebungen. Die Frage nach den Ursachen des massiven Rückgangs der Beschäftigung mit der DDR in der akademischen Lehre beantwortet die Studie allerdings nicht. Hätte Peer Pasternack auch nach den Akteuren gefragt, eben jenen, die DDR-Geschichte zu vermitteln in der Lage sind, und dies in den Zusammenhang des Umbaus der ostdeutschen Hochschullandschaft seit 1990 gestellt, wären wohl Antworten zu erwarten gewesen. Denn das Auslaufen bzw. Scheitern des Wissenschaftler-Integrations-Programms (WIP) für die Mitarbeiter der abgewickelten Akademie der Wissenschaften der DDR 1996 und die Reduzierung weiterer Sonderprogramme für ostdeutsche Wissenschaftler (HEP, HSP 3 und HWP 3) hing und hängt ursächlich mit dem erheblichen Schwund in der Lehre zusammen.

So schien es 2001, als hätten wir bald von der „gelehrten DDR“ geleerte Universitäten. Aber drei Jahre später konnte Jens Hüttmann zu unserer Beruhigung feststellen, dass es sie noch gibt, die DDR. Jedenfalls in der Lehre an den deutschen Hochschulen, und dass der niedrige Stand von 1990 gehalten werden konnte. In dieser Nachfolgestudie wurden nun die Akteure des DDR-bezogenen Lehr- und Forschungsbetriebs ins Visier genommen: das Feld der Historiker an den deutschen Universitäten. Für die Durchführung der qualitativen Untersuchung wurde eine Kombination verschiedener methodischer Zugänge gewählt: statistische und inhaltlicher Analysen, ExpertInneninterviews, schriftliche Befragungen und die Durchführung eines Workshops. Sie ist somit als eine Mehrebenenanalyse angelegt und verwendet parallel statistische Daten, Informationen aus Interviews, Fragebögen und Workshop. Leitfadengestützte Interviews wurden zwischen April 2002 und März 2003 mit Ursula Heukenkamp, Günther Heydemann, Konrad H. Jarausch, Christoph Kleßmann, Günther von Lojewski, Alf Lüdtke, Werner Müller, Hermann-Josef Rupieper und Jürgen Schneider durchgeführt. Auf die schriftliche Befragung antworteten zwischen Juni und September 2002 von 315 angesprochenen 167 Personen, was eine Rücklaufquote von knapp 60 % ausmachte. (Leitfaden und Fragebogen sind im Anhang der Studie abgedruckt.) Von den neun ExpertInnen kam immerhin eine, von den Befragten kamen insgesamt 39 % aus der DDR. Der Workshop fand vom 27. Februar bis 1. März 2003 in Wittenberg statt und hatte neunzig Referenten und Teilnehmer. Zu welchen Ergebnissen ist die Studie mit diesen Quellen nun gelangt?

Hinsichtlich der inhaltlichen Aspekte wurde zunächst nach den zeitlichen Arbeitsschwerpunkten gefragt. Dabei hat eine deutliche Mehrheit von 62% den gesamten Zeitraum von 1949 bis 1989 angegeben. Bei der phasenweisen Betrachtung „führen“ die 50er. Die 70er Jahre bilden das „Schlusslicht“. Bei den inhaltlichen Interessen liegt die SBZ als Lehrthema mit 28 % vorn, gefolgt von den deutsch-deutschen Beziehungen, der Transformationsphase 1989/90 und dem Kulturleben. Ein ähnliches Bild ergibt sich bei den Forschungsinteressen. Als gut bzw. sehr gut erforschte Themen wurden vor allem 1989/90, Opposition/nonkonformes Verhalten und die SBZ, als unzureichend bzw. sehr unzureichend erforschte Themen die DDR im Ostblock, Ökologie/Umweltpolitik und das ländliche Leben eingeschätzt. Die Liste der zehn wichtigsten Bücher zur DDR-Geschichte führt der Sammelband zur „Sozialgeschichte der DDR“ von 1994 an, gefolgt von den Materialien der Enquete-Kommissionen und den Monographien von Sigrid Meuschel und Klaus Schröder. An der Spitze der fünf wichtigsten Zeitschriften steht das „Deutschland-Archiv“. Auf die Frage nach der begrifflichen Einordnung der DDR erhielten „Unrechtsstaat“ 59 %, „Erziehungsdiktatur“ 51 %, „totalitäre Diktatur“ 50 %, „moderne Diktatur“ 34 %, „legitime Alternative“ 25 % und „kommode Diktatur“ 12 % Zustimmung.

Im Allgemeinen jedoch wurde ein Theoriedefizit in der DDR-Geschichte und deren eher traditionelle Ausrichtung konstatiert. Zu den dominierenden theoretischen Ansätzen zählen Politik- und Institutionengeschichte, Totalitarismustheorie und Sozialgeschichte. Hinsichtlich der motivationalen Aspekte bestimmen die deutsche Teilung, ein primär akademisches Herangehen und der biographische Hintergrund das Interesse an der DDR-Geschichte. Unter den strategischen Aspekten wurden vor allem das Thema „Historisierung“ benannt sowie die „DDR im Vergleich“. Problematisiert wurde in der Studie allerdings nur der Vergleich mit dem Nationalsozialismus. Auf der Grundlage ihres Materials unterschieden die Autoren fünf Perspektiven in der wissenschaftlichen DDR-Geschichtsbetrachtung: die analytische Insiderperspektive („Jenseits von Nostalgie und Anklage“), die delegitimierende Insiderperspektive („Wir sitzen im Stasigebäude, das ist Anschauungsunterricht genug!“), die legitimierende Outsiderperspektive („Der Diffamierung und Delegitimierung etwas entgegensetzen“), die delegitimierende Outsiderperspektive („Die DDR war im Chaos geboren und ist im Chaos untergegangen, dazwischen war auch nur Chaos“) sowie die skeptische Perspektive („Mainstream ist langweilig und stellt keine intellektuelle Arbeit im eigentlichen Sinne dar“). Zum Schluss wurde die Frage nach der Zukunft des Themas gestellt: Während die einen den allgemeinen Trend des abnehmenden Interesses an DDR-Geschichte als Normalisierung betrachten, sehen die anderen darin einen problematischen Befund. Das wirft, wie sollte es auch anders sein, neue Fragen nach der Konstruktion der Geschichte und dem kommunikativen Gedächtnis auf.

Und nun der Workshop „Die DDR als Vermittlungsproblem“. Sein Thema: Die Zukunft eines untergegangenen Staates. Forscher, Lehrer und Mittler tauschten Zugänge, Erkenntnisse und Weisheiten darüber aus, wie die DDR-Geschichte an die/den Frau/ Mann zu bringen sei. Der Band gliedert sich in drei Teile: Kontexte - Forschung & Lehre - Schule, Medien und Politische Bildung.

In die Kontexte leitet Reinhard Kreckel mit acht Thesen zum Stand historischer Reflexivität in Deutschland ein. Heinz Dieter Kittsteiner erklärt die geschichtstheoretischen Hintergründe des historischen Selbstverständnisses der DDR-Geschichtswissenschaft. Martin Sabrow gibt einen historischen Rückblick auf die DDR-Geschichtswissenschaft: Formung durch Forschung. Bernd Faulenbach spricht über die DDR als Gegenstand der (westdeutschen) Geschichtswissenschaft. Konrad H. Jarausch denkt über die Zukunft der ostdeutschen Vergangenheit nach und versucht die Frage zu beantworten, was aus der DDR-Geschichte wird. Wolfgang Küttler berichtet über zeitgeschichtliche und (ostdeutsche) geschichtswissenschaftliche Orientierungen. Und Thomas Ahbe geht dem Alltagsbewußtsein nach: Die Ostdeutschen als Produkt der DDR und als Produzenten von DDR-Erinnerungen.

In den zweiten Teil Forschung & Lehre führen Ulrich Mählert und Manfred Wilke durch eine Analyse der Auseinandersetzung mit der SED-Diktatur seit 1989 ein und konstatieren das Ende der „alten DDR-Forschung“. Peer Pasternack fragt: Wozu die DDR lehren? und Jens Hüttmann beschreibt die Deutungskonflikte aus der Akteursperspektive. Manuela Tesak sondiert die DDR als Gegenstand von Lehre und Forschung an den österreichischen Universitäten nach 1989. Katja Naumann und Christian Lotz machen Anmerkungen zur gegenwärtigen deutschen Zeitgeschichtsforschung aus der Sicht der jungen Generation. Ursula Heukenkamp entwickelt Probleme nachträglichen Verstehens: Warum und zu welchem Ende sollte man DDR-Literatur lehren. Und Hendrik Berth kundschaftet DDR und Wiedervereinigung in der psychologischen Lehre und Forschung aus.

Der dritte Komplex ist Schulen, Medien und politischer Bildung gewidmet: Dörte Hein eruiert DDR-Geschichte im Internet und die Konstruktion eines multimedialen Gedächtnisses. Rainer Eckert hinterfragt das Verhältnis von Museum und Zeitgeschichte am Beispiel des Leipziger zeitgeschichtlichen Forums. Martina Weyrauch teilt Ansätze und Konzepte politischer Bildung aus Brandenburg, wo die DDR im Geiste immer dabei ist, mit. Und Marianne Birthler klärt uns darüber auf, dass ihre Behörde durch ihre Beiträge zur Hochschullehre und politischen Bildung mehr als nur ein Archiv ist.

Damit haben die Herausgeber eine Sammlung vorgelegt, die die Bücher zur DDR-Geschichte von Hermann Weber, Günter Heydemann, Beate Ihme-Tuchel oder Rainer Eppelmann/ Bernd Faulenbach/ Ulrich Mählert inhaltlich ergänzt. Bilanzierten jene Forschungsergebnisse, Diskurse und Kontroversen, so wird nun auch etwas darüber bekannt, auf welche Weise die Geschichte der DDR vermittelt wird bzw. vermittelt werden kann. Einerseits findet man hier Bekanntes von bekannten Autoren, andererseits offenbaren sich auch widersprüchliche und unterschiedliche Positionen, insbesondere zwischen älterer und jüngerer Forscher-Generation. Das ganze Spektrum der gegenwärtigen, schulischen, wissenschaftlichen und geschichtspolitischen Vermittlungsprobleme wird allerdings nicht erfasst. Ein erweiterter interdisziplinärer Ansatz wäre wünschenswert, der auch Medienökonomie und Unterhaltungsindustrie in die Analyse einbezieht.

Selten hat ein „abgeschlossenes Sammelgebiet“, darin ist Peer Pasternack zuzustimmen, „so unmittelbar anschließend ein derart intensives Nachleben entfaltet“ wie die DDR. Sie „wirkt in vielerlei Hinsicht untot“. (S.163) Und es stimmt zuversichtlich, daß sich offenbar über die Generationen von Historikern (vgl. Küttler und Naumann/Lotz) hinweg ein gemeinsames Anliegen entfaltet: eine Verbindung zwischen dem „Angekommensein im Neuen“ (S. 112) und „einem offenen Dialog mit der Vergangenheit“ (S. 231). Denn jede ernsthafte Beschäftigung mit der Geschichte verhilft auch zur kritischen Reflexion der Gegenwart.