KULTURATIONOnline Journal für Kultur, Wissenschaft und Politik
Nr. 22 • 2019 • Jg. 42 [17] • ISSN 1610-8329
Herausgeberin: Kulturinitiative 89
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ReportKulturation 2/2006
KulturInitiative'89
Kulturwissenschaftler dringend gesucht!
Ein vielgestaltiges Projekt
Dies ist kein Stellenangebot. Es ist ein Aufruf an alle, die zwischen 1963 und 1993 in Berlin Kulturwissenschaft studiert haben, ein Projekt zu unterstützen oder sich daran zu beteiligen. Eine Arbeitsgruppe der KulturInitiative'89’ [1] bereitet für den 12. und 13. Oktober 2007 eine Tagung vor: "Kulturwissenschaft in der DDR - Entstehung, Praxis und Wirkungen in historisch-kritischer Sicht“. Diese wissenschaftliche Veranstaltung ist zugleich als ein großes Treffen geplant. In diesem Zusammenhang wird auch an einer so genannten „Verbleibstudie“ der Absolventen gearbeitet, die auf der Tagung im Herbst vorgestellt werden soll. Und es ist in diesem Journal ein Forum eröffnet worden, in dem sich alle Interessierten an der Diskussion aktueller Themen beteiligen und selbst Fragen aufwerfen können. In weiteren Abteilungen des Forums finden sich das „Gesamtregister“ der Absolventen und eine Plattform zur Selbstdarstellung; hier können Kulturwissenschaftlerinnen sich und ihre Projekte vorstellen.

Register, Community und Forum
Zunächst ist die Arbeitsgruppe dabei, Kontakt mit allen aufzunehmen, die einmal irgendwie (im Direkt- oder Fernstudium, als Doktoranden oder Gäste, mit und ohne Abschluss usw.) an der Humboldt-Universität Kulturwissenschaft studiert haben. Dem dient dieser Aufruf, dienen Briefe und Mails (soweit aktuelle Adressen vorliegen). Unmittelbares Ziel ist es, eine vorläufige Liste mit den Namen aller Absolventen (enthält im Augenblick 1241 Datensätze) zu überprüfen. Aus datenrechtlichen Gründen dürfen in diese Liste nur diejenigen einsehen, die selbst Kulturwissenschaft studiert haben.[2] Wer sich als Absolvent meldet [3], erhält per E-Mail oder Briefpost das Passwort, um sich hier auf der Startseite von kulturation.de rechts unter KGR (Kulturwissenschaftliches Gesamtregister) einloggen zu können. Dort ist das Register einzusehen und ggf. zu ergänzen, zu korrigieren und ggf. auch die „Löschung aus dem Register“ zu verlangen. Dort besteht in Kürze auch die Möglichkeit, nähere Angaben zur eigenen Person (also mehr als den Namen und die Studienzeit) einzugeben, sich selbst und seine Projekte vorzustellen (und diese Angaben auch immer wieder zu aktualisieren). Wer sich dazu entschließt, hat automatisch den Zugriff auf alle Daten, die Mitglieder dieser Community eingestellt haben, kann Kontakt mit ihnen aufnehmen und sich auch an den Debatten im Forum beteiligen.

Was ist aus den Kuwis geworden?
Eines unserer Kernprojekte ist die oben angedeutete „Verbleibstudie“. Mit ihr soll der berufliche Werdegang der einstigen Studierenden nachgezeichnet werden. Bisher liegen schon für etwa jeden Dritten entsprechende Angaben vor. Sie wurden von den Absolventen selbst – zu anderen Zwecken - im Internet veröffentlicht. Um die Studie auf eine breitere Datenbasis zu stellen, haben wir nun einen Fragebogen entwickelt, den Sie nach Rückmeldung per E-Mail oder per Briefpost zugesandt bekommen. In Kürze wird er hier im Internetjournal unter KGR als PDF-Datei abrufbar sein. In jedem Falle bitten wir darum, ihn auszufüllen und an die angegebene Adresse zu senden. Alle Angaben auf dem Fragebogen werden nur statistisch ausgewertet, er kann darum auch anonym zugesandt werden. Die Belange des Datenschutzes bleiben gewahrt.

Tagung zur Geschichte der Kulturwissenschaft
Konzept und Programm der Tagung werden wir in Kürze hier in der Rubrik „Report“ vorstellen, die Aushandlung über die mögliche Mitwirkung und deren Modalitäten soll über das Forum (unter KGR) und über E-Mailkontakt erfolgen. Für die inhaltliche Debatte und die Vorveröffentlichung von Tagungsbeiträgen haben wir hier in der Rubrik „Themen“ den Bereich „Geschichte der ostdeutschen Kulturwissenschaft“ eingerichtet.

Kommunikation ist alles!
Informieren Sie über diesen Aufruf alle „Kuwis“, die Ihnen bekannt sind. Beteiligen Sie sich an der „Verbleibstudie“. Teilen Sie mit, ob Sie als Kulturwissenschaftlerin das Register überprüfen wollen und entschließen Sie sich, das ganze Projekt zu unterstützen. Nutzen Sie im Oktober die Gelegenheit, Ihre Kommilitonen und alten Kolleginnen zu treffen (eine unverbindliche Voranmeldung wäre gut). Alle Kontakte über die unten angegebenen Adressen.

Im Auftrage der Arbeitsgruppe [1]
Dietrich Mühlberg und Konstanze Kriese
(Vorstandvorsitzende der KulturInitiative'89’)



Anmerkungen
[1] Dieser Arbeitsgruppe gehören u. a. an: Simone Barck, Klaus Boje, Harald Dehne, Isolde Dietrich, Simin Falsafi, Barbara Fuchs, Frank Götze, Lutz Haucke, Malwine Hörisch, Regina und Manfred Hübner, Gerlinde Irmscher, Lilo Joseph, Thomas Koch, Konstanze Kriese, Horst Liebscher, Ina Merkel, Dietrich Mühlberg, Joachim Scheel, Renate Schuster und Stephanie Stender.


[2] Der Berliner Beauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit teilte uns auf Anfrage mit, es sei nicht auszuschließen, dass Absolventen ein „schutzwürdiges Interesse“ hätten. Worin es bestehen könnte, drückte er nicht sehr sprachmächtig, dafür aber realitätserfahren so aus: „Es kann insbesondere gerade darin bestehen, dass die ehemaligen Studenten ein besonderes Interesse daran haben, in der Öffentlichkeit zu vermeiden, dass sie Kulturwissenschaft an einer DDR-Universität studierten.“

[3] Rückmeldung
per E-Mail an:
kulturation@online.de
oder per Briefpost an:
KulturInitiative’89 e. V., Kennwort KGR, Auguststraße 21, 10117 Berlin